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3:1-Sieg über den FCN macht Titelverteidigung des Gastgebers perfekt

„2. Intersport Schoell Cup“: Wanderpokal bleibt bei der SG Bettringen – FC Normannia Gmünd und der VfL Iggingen auf den Plätzen zwei und drei
Der alte Turniersieger ist gleichzeitig auch der neue: Mit sechs Siegen in sechs Spielen und 25 erzielten Treffern ist die SG Bettringen ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht geworden. Durch einen 3:1-Endspielsieg über den FC Normannia Gmünd verdiente sich der gastgebende Landesligist die Titelverteidigung. Die Qualifikation gewann der favorisierte SV Göggingen.
VON ALEXANDER VOGT
An zwei Tagen hintereinander kamen die Fußballfans kurz vor dem Jahreswechsel beim „2. Intersport Schoell Cup“ in der Bettringer Uhlandhalle ausgiebig auf ihre Kosten. Zum Auftakt bot sich beim Qualifikationsturnier zehn Kreisliga B-Mannschaften die Chance, sich mit einem Platz unter den ersten Drei die Teilnahme am Hauptturnier zu ergattern. In den beiden Vorrundengruppen ging es im Kampf um den Gruppensieg eng her. Beide Male gab das Torverhältnis den Ausschlag. In der Gruppe A kamen Türkgücü Gmünd und der SV Göggingen jeweils mit drei Siegen und einem Unentschieden auf zehn Punkte, ein mehr erzieltes Tor verhalf Türkgücü (9:3) vor Göggingen (8:3) zur Spitzenposition. Auf sieben Zähler kamen nach vier Spielen sowohl die SF Lorch II als auch der TSGV Waldstetten III, der mit 6:5-Toren gegenüber Lorch II (8:6) den Kürzeren zog.
Neben diesen vier Mannschaften qualifizierten noch die jeweiligen Dritten (SG Bettringen III, SV Lautern) sowie Vierten (Stella Italia, TSV Leinzell) für das Viertelfinale, die beiden sieglosen Schlusslichter TV Straßdorf und SV Hussenhofen verabschiedeten sich dagegen frühzeitig aus dem Turnier. So kam es schließlich zu folgenden Viertelfinalpaarungen: Türkgücü – Leinzell 5:3 n. 9m-Schießen, Waldstetten III – Bettringen III 3:0, Göggingen – Lautern 4:2 n. 9m-Schießen, Lorch II – Stella 2:1.
Im ersten Halbfinale sprach schon viel für den Finaleinzug von Türkgücü Gmünd, das gegen Waldstetten III schon zweimal geführt hatte, letztlich aber doch noch mit 2:4 unterlag. Ein Tor reichte dem SV Göggingen, um sich im zweiten Semi-Finale nach einem offenen Schlagabtausch knapp mit 1:0 gegen die SF Lorch II durchzusetzen.
Auch im anschließenden kleinen Finale, in dem es um das letzte vakante Qualifikationsticket ging, zog Lorch II hauchdünn den Kürzeren. Türkgücü konnte den 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg umwandeln. Im Endspiel standen mit Göggingen und Waldstetten III die jeweiligen Gruppenzweiten der Vorrunde. Beide Mannschaften kamen zu Großchancen, doch am Ende agierte der SV Göggingen cleverer und sicherte sich durch ein verdientes 2:0 den ersten Platz. Großen Anteil am Gögginger Turniersieg hatte Stürmer Luciano Falcone, den die Turnierleitung zum wertvollsten Spieler wählte.
Einen ganz schweren Stand hatten die drei Qualifikanten beim Hauptturnier, an dem insgesamt 13 Mannschaften teilnahmen und das mit den drei Landesligisten SG Bettringen, FC Bargau und TSGV Waldstetten sowie einer gemischten Mannschaft des Verbandsligisten FC Normannia Gmünd so hochkarätig besetzt war wie noch nie zuvor. Sowohl der TSGV Waldstetten III in der Gruppe A (1:9-Tore/0 Punkte) als auch der SV Göggingen in der Gruppe C (4:8-Tore/1 Punkt) mussten gegen ihre höherklassigen Gegner Lehrgeld zahlen und kamen jeweils sieglos auf den letzten Platz. Ausscheiden musste nach der Vorrunde auch Türkgücü Gmünd als Vierter der Gruppe B.
Den Sieg in der Gruppe A verdiente sich der Titelverteidiger SG Bettringen auf ganz souveräne Art und Weise. Mit drei Siegen und 10:2-Toren untermauerte der aktuell beste Gmünder Landesligist seine Ambitionen auf eine neuerliche Finalteilnahme. Zweiter wurde dank des besseren Torverhältnisses der Bezirksligist TV Lindach (3:3/4) vor dem TV Weiler (2:2/4). In der Gruppe B wurden zur Ermittlung der für das Viertelfinale relevanten Tabellenplätze die Ergebnisse gegen den Tabellenletzten TSV Heubach (4:9/3) gestrichen. Danach stand der VfL Iggingen mit 5:2-Toren und sechs Punkten an der Tabellenspitze. Der FC Bargau (3:1/4) sowie die SG Bettringen II (3:4/4) beendeten die Vorrunde auf den Plätzen zwei und drei.
In der dritten Vorrundengruppe schenkten sich der TSGV Waldstetten, der FC Normannia Gmünd und der TSB Gmünd nichts. Letztlich blieb aber der Vorjahresfinalist TSGV Waldstetten mit Trainer Leo Gjini, der selbst aktiv ins Geschehen eingriff, hinter den Erwartungen zurück – der Landesligist landete mit 3:5-Toren und drei Punkten nur auf dem dritten Platz und schied bereits nach der Vorrunde aus. Erster wurde der spielstarke A-Ligist TSB Gmünd (5:2/7) vor dem FC Normannia Gmünd (8:5/6) – der TSB konnte somit gleich zwei höherklassige Mannschaften hinter sich lassen.
Für das Viertelfinale qualifizierten sich neben den ersten Zwei jeder Gruppe der beste (TV Weiler) sowie der zweitbeste Gruppendritte (SG Bettringen II). Hierbei machte zunächst die SGB I mit einem 9:1-Schützenfest kurzen Prozess mit der zweiten Bettringer Garnitur. Wesentlich spannender verlief es zwischen dem VfL Iggingen und dem TV Weiler. Das Duell der beiden A-Ligisten brachte erst im Neumeterschießen eine Entscheidung – mit 7:6-Toren zu Gunsten des VfL. Nur ein Tor Unterschied stand auch am Ende des dritten Viertelfinales auf der Anzeigentafel der bis auf den letzten Platz gefüllten Uhlandhalle. Der TSB Gmünd warf den Landesligisten FC Bargau, der mit Spielern aus der ersten und zweiten Mannschaft angetreten war, mit einem 2:1-Sieg aus dem Turnier. Zu einer ganz klaren Angelegenheit entwickelte sich dagegen das letzte Viertelfinale, das der FC Normannia gegen den TV Lindach mit 6:2 für sich entschied.
Erstmals so richtig gefordert war die SG Bettringen im Halbfinale gegen den VfL Iggingen. Die engagierten Igginger boten dem Favoriten die Stirn, ließen sich nicht abschütteln, hatten am Ende aber doch mit 2:3 das Nachsehen. Im zweiten Halbfinale kam es dann zum zweiten Mal zum prestigeträchtigen Gmünder Stadtderby. In der Vorrunde hatte sich der TSB mit 3:1 gegen die Normannen durchgesetzt. Erneut sprach lange Zeit alles für den A-Ligisten, der durch Sebastian Neuhäuser früh in Führung ging und diese bis kurz vor Schluss erfolgreich verteidigte. Doch in Überzahl nach einer Zeitstrafe für TSB-Keeper Timo Hummel packte Visar Mustafa drei Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene den Hammer aus und drosch den Ball aus der eigenen Hälfte unhaltbar in den Winkel zum 1:1-Ausgleich. Im folgenden Neunmeterschießen zeigte der TSB dann Nerven – mit 4:2-Toren qualifizierte sich der FCN für das Endspiel. Und auch im Spiel um Platz drei musste der TSB Gmünd Federn lassen und sich dem VfL Iggingen mit 1:2 geschlagen geben.
Das Finale zwischen der SG Bettringen und dem FC Normannia Gmünd hielt das, was man sich davon versprechen konnte. Beide Mannschaften legten von Beginn an den Vorwärtsgang ein und spielten sich mit sehenswerten Kombinationen Chancen heraus. Glück hatten die Gastgeber, als Marius Nuding nur die Latte traf. Kurz darauf gelang Enis Zejnulahi das 1:0, wenige Minuten später erhöhte Andreas Rusche auf 2:0. 120 Sekunden vor dem Ende keimte im Normannia-Lager dank des Anschlusstreffers von Marius Nuding nochmals Hoffnung auf, die Andreas Rusche nur 40 Sekunden darauf jedoch mit seinem Tor zum 3:1 im Keim erstickte. Somit gelang der SGB die Titelverteidigung – neben dem Wanderpokal ging ein Warengutschein im Wert von 500 Euro an die Gastgeber.
Doch damit nicht genug, blieb ein weiterer Titel in Bettringen. Nämlich der des Torschützenkönigs. Nach dem Finale hatten es Liridon Ukaj und Visar Mujetafa (FC Normannia) jeweils auf acht Tore gebracht, weshalb ein Shoot-Out gegen den besten Torwart des Turniers, Timo Hummel (TSB Gmünd), entscheiden musste, wer sich die Torjägerkrone aufsetzen darf. Nachdem der Bettringer Ukaj den ersten Neunmeter souverän verwandelt hatte, trat Mustafa an, schoss aber bewusst so schwach, dass der Ball eine sichere Beute für Hummel war.
Mit dieser fairen Geste endete das Hauptturnier des „2. Intersport Schoell Cup“, den die veranstaltende SG Bettringen dank des ansprechenden spielerischen Niveaus, der überwiegend fairen Begegnungen mit nur einer Handvoll Zeitstrafen sowie einer Roten Karte für einen Spieler von Türkgücü Gmünd und der überaus positiven Zuschauerresonanz wieder als vollen Erfolg verbuchen kann.

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