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Abteilungsversammlung der Fußballabteilung

Sportlich ein Jahr der Superlative

Abteilungsversammlung der SGB-Fußballer: Erstmals können bei den Wahlen nicht alle Positionen besetzt werden

Eine Vielzahl an Mitgliedern der Fußballabteilung der SG Bettringen traf sich im Vereinsheim zur Abteilungsversammlung. Im Mittelpunkt standen die Berichte der Abteilungsleitung, in denen abermals zu mehr verantwortungsvollem Engagement in ehrenamtlichen Ämtern appelliert wurde. Bei den Wahlen konnten erstmals zwei Positionen nicht besetzt werden, für die ausscheidenden Paul Stadelmaier (Bereich Marketing) und Johann Giessler (Bereich Organisation und Wartung) gibt es noch keine gewählten Nachfolger.

Heiko Krieger begrüßte unter den anwesenden Mitgliedern der Fußballabteilung auch den SGB-Vorsitzenden Johannes Barth. Beim Totengedenken wurde unter anderem an den im April verstorbenen SGB-Ehrenvorsitzenden Alfons Krieg gedacht. In seinem Bericht gab Krieger zunächst einen Überblick über die im vergangenen Jahr zu erledigenden Aufgaben mit den Ausschusssitzungen und den regelmäßig stattgefundenen Gesprächen mit den Trainern, Spielern, Eltern und Sponsoren. Er stellte die Familie Cokkalender als neue Pächter des Vereinsheimes vor, bevor er deutliche Worte fand: „Ich könnte mir es ganz einfach machen als erfolgreichster Abteilungsleiter aller Zeiten mit den beiden Aufstiegen in die Landesliga. Ich bin aber selbstkritisch, weil ich nicht mit 120 Prozent Gas gegeben habe.“ Er nannte berufliche wie private Gründe und sprach von einer Ausnahmesituation in den vergangenen Monaten – auch durch die Sanierung des Bettringer Freibades. Seinen Posten als Vorsitzender des Fördervereins Freibad werde er aufgeben, um mehr Zeit für seine Familie zu haben und für die Fußballabteilung Vollgas geben zu können. Man benötige im Umfeld deutlich mehr Teamleiter sowie Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen. Für die nächsten zwölf Monate gab Heiko Krieger folgende Devise aus: „Volle Kraft voraus. Ich habe noch genügend Visionen. Wir können alles aber nur gemeinsam machen und schaffen.“

Tanja Lakner vermeldete in ihrem Kassenbericht für das Jahr 2015 einen deutlichen Verlust von knapp 4000 Euro. Weil weder das Vereinsheim verpachtet noch die dortige Wohnung vermietet war, fehlten insgesamt rund 10 000 Euro in der Abteilungskasse. Dank der neuen Pächter und der Tatsache, dass die Wohnung mittlerweile an die Stadt als Unterkunft für Flüchtlinge aus Eritrea vermietet ist, rechnet Lakner Ende diesen Jahres mit einem positiveren Kassenstand. „Wir sind 2015 mit einem blauen Auge davon gekommen und werden 2016 finanziell besser dastehen“, so die Kassiererin, die noch einmal darauf hinwies, dass sie nur noch ein Jahr dieses Amt ausüben wird.

Jugendleiter Karl-Heinz Härter blickte auf Highlights wie die Jugendpräsentation, die Weihnachtsfeier, den Christbaumverkauf auf dem Bettringer Weihnachtsmarkt durch den Förderverein und den Landesstaffel-Aufstieg der C-Junioren zurück. Das sportliche Ziel, von der D- bis zur A-Jugend in der Bezirksstaffel vertreten zu sein, könne in dieser Runde noch erreicht werden. Weiterhin gehe es insbesondere darum, die eigenen Jugendspieler in den aktiven Bereich zu integrieren. Härter bedankte sich bei allen Trainern, Betreuern, Koordinatorinnen und Koordinatoren und Helferinnen und Helfer für ihre „super Arbeit“, brachte aber auch seine Hoffnung zum Ausdruck, noch mehr Mitmacher zu finden. „Wir haben ein sehr hohes Niveau erreicht. Um dieses Niveau zu halten, brauchen wir Mitstreiter.“

Teammanager Oliver Glass ging zunächst auf den 3:2-Sieg im Bezirkspokalfinale an Fronleichnam gegen den FV Unterkochen ein. Für den Torschützen des entscheidenden dritten Treffers in der Verlängerung freue er sich besonders. Florian Härter habe mit diesem Tor Vereinsgeschichte geschrieben, über sein 3:2 werde man in zehn, 15 Jahren noch sprechen, hat die SGB dadurch doch erstmals das Double geholt. Er bedankte sich bei Trainer Mükayil Dalbudak, der mit der dritten aktiven Mannschaft die vor der Saison nicht für möglich gehaltene Meisterschaft in der Reserveliga der Kreisliga A souverän eingefahren hat. Mit den Worten „Schade, dass Du aufhörst“, wandte er sich an den scheidenden Coach der zweiten Garnitur. Sebastian Sorg habe die junge Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren stets weiterentwickelt und sich deshalb mit ihr in dieser Saison die Teilnahme an der Relegation verdient. Mit der Vizemeisterschaft habe auch die Zweite einen gewichtigen Teil zum sportlichen Jahr der Superlative beigetragen. Bei den Spielern der ersten Mannschaft und dem Trainerteam um Bernd Maier bedankte sich Glass für eine „übergeile Runde“, die mit dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt wurde. Man sei im gesamten Aktivenbereich eine Einheit gewesen und habe in der Bezirksliga den breitesten und besten Kader gestellt.

Abgänge gebe es bis dato keine, Oliver Glass rechne auch mit keinen Überraschungen mehr bis zum 30. Juni. Neben Rückkehrer Manuel Seitz vom FC Normannia Gmünd werde man sich nicht in der Breite, sondern wenn überhaupt nur noch in der Spitze verstärken. Und die Neuen aus der A-Jugend sollten das Vertrauen spüren und ihre Chance bekommen.

Dann richtete Glass noch mahnende Worte an die Abteilungsmitglieder: Er habe lange mit sich gerungen, ob er sich für eine erneute Wiederwahl noch einmal bereiterklärt. „Es gibt immer weniger Idioten, die immer mehr machen“, brachte er seine Verärgerung über die mangelnde allgemeine Bereitschaft vieler Abteilungsmitglieder, sich in ehrenamtlichen Ämtern bei der Fußballabteilung engagieren zu wollen, zum Ausdruck. „Da muss sich definitiv etwas ändern, sonst wird das kommende Jahr mein letztes sein. Damit ist es mir ernst. Wir brauchen mehr Häuptlinge, da haben wir dringenden Nachholbedarf.“ Die aus dem Ausschuss ausscheidenden Paul Stadelmaier und Johann Giessler seien zwei Paradebeispiele für das ehrenamtliche Engagement, ihre Arbeit sei von unschätzbarem Wert für die Abteilung gewesen. Glass gab bekannt, dass seine „rechte Hand im Spielbetrieb“, Alexander Sesar, nach dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht und der bisherige Jugendkoordinator der C- bis A-Junioren, Roland Abele, dessen Nachfolger sein wird.

Der SGB-Vorsitzende Johannes Barth sprach anschließend von einem sportlich gigantischen Jahr, das der Verein so wohl nie mehr erleben werde. Um dieses hohe Niveau aber halten zu können, müsse die ehrenamtliche Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden. „Da müssen sich alle angesprochen fühlen, sich noch mehr einzubringen.“

Besonders gefreut habe er sich über die gemeinsamen Feierlichkeiten mit den ebenfalls in die Landesliga aufgestiegenen Handballern an Fronleichnam – das habe es in der Art und Weise so auch noch nie gegeben und sei ein gutes Zeichen für den Zusammenhalt innerhalb der Sportgemeinde über die Abteilungsgrenzen hinaus.

Für den verstorbenen Alfons Krieg übernahm Gerhard Hermann die Entlastung. Die Abteilung habe in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen Aufwind hinter sich, der im Ostalbkreis seines Gleichen suche. 1995 sei man noch als Dorfverein bezeichnet worden. Es sei beeindruckend, wo man mittlerweile stehe und was man heute im Vergleich zur damaligen Zeit auch infrastrukturell zu bieten habe. Deshalb fiel es Hermann leicht, den Verantwortlichen die Entlastung zu erteilen. Die anwesenden Abteilungsleiter schlossen sich ihm einstimmig an.

Ebenfalls einstimmig bestätigten die anwesenden Abteilungsmitglieder für zwei Jahre Abteilungsleiter Heiko Krieger, seinen Stellvertreter Oliver Glass (ein Jahr) und die folgenden wiedergewählten Ausschussmitglieder: Roland Kurz (Wirtschaft/2), Hans Reichl (Vertreter der Senioren/2), Daniel Predan (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/1), Jörg Breg (Spielleitung/1). Die Nachfolge von Paul Stadelmaier, der sich weiterhin um den Ehrenamtspreis, die beliebte Homepage – im Mai hatte sie durchschnittlich pro Tag über 3000 Besucher – und die Fotos kümmert, im Bereich Marketing tritt kommissarisch Heiko Krieger an. Der durch den Abschied aus dem Ausschuss von Johann Giessler verwaiste Bereich Organisation, Wartung und Pflege wird von einem Rentner-Team übernommen, solange diese Position unbesetzt bleibt.

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