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Jahresfeier der SG Bettringen
Rückblick auf das Vereinsjahr und viele Ehrungen Wie jedes Jahr am 4. Advent lud die Sportgemeinde Bettringen ihre Mitglieder zu Musik, Ehrungen und Turnauftritten in die weihnachtlich geschmückte SG-Halle am Schmiedeberg ein. Für das leibliche Wohl sorgte engagiert die Abteilung Volleyball. Nach einer stimmungsvollen musikalischen Einleitung durch das Jugendorchesters des Musikvereins Bettringen unter der Leitung von Stefan Klotzbücher zog der 1. Vorsitzende, Erich Kümmel, in seinem Jahresrückblick ein Resümee des abgelaufenen Vereinsjahres. Nach dem sehr arbeitsreichen, aber erfolgreichen Jubiläumsjahr 2010 konnte die Vorstandschaft das ablaufende Jahr geruhsamer angehen. Erich Kümmel lobte die exzellente Jugendarbeit in den acht Abteilungen und das Trainingsangebot der Abteilung Fitness-Gesundheit-Turnen im Seniorenbereich. Daneben erinnerte er an das vielfältige kulturelle Angebot, das von Faschingsbällen, über Garten- und Zeltfest bis hin zu der Kabarettveranstaltung im Herbst reicht. Stolz ist er auf die Auszeichnung des SGB-Jubiläumsbuches, das bei einem DTB-Wettbewerb mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde. Dafür und für die zweimal jährlich erscheinende Vereinszeitschrift sgb intern, die bei den Mitgliedern viel Anklang findet, beglückwünschte er den „Macher" Otmar Kehrer. Den Baumaßnahmen am Sportplatz - Sprecherkabine mit integriertem Verkaufsstand und Erneuerung der Flutlichtanlage - wünschte er eine reibungslose Realisierung. Die Investition in eine Photovoltaikanlage auf der SG-Halle soll einen kleinen Beitrag zur Energiewende und eine weitere Einnahmequelle für die Sportgemeinde bringen. Dank an alle Unterstützer Erich Kümmel nutzte die Feier, um allen Vereinsmitgliedern Dank zu sagen, die sich im ablaufenden Jahr aktiv in das Vereinsgeschehen eingebracht haben. Weiterer Dank ging an die Ortsvorsteherin Brigitte Weiß samt Ortschaftsrat, die Stadtverwaltung, die Geschäftsstellenleiterin Marga Holl, den Finanzchef Karl-Heinz Rückert, die anderen Bettringer Vereine, die Anlieger der SG-Halle und alle Partnerinnen und Partner der ehrenamtlich Engagierten. Turnnachwuchs präsentierte sich Zwei Auftritte der Turnmädchen und Turnjungs unter der Leitung der Trainer im Gerätturnen, Christine Blaschke, Nadine Gröter und Klaus Schmid, erfreuten die Zuschauer und wurden zurecht mit viel Applaus bedacht. Ehrungen Für ihre langjährige Treue erhielten 18 Mitglieder den Ehrenbrief des Vereins, den Josef Stampfer kalligraphisch wieder sehr schön gestaltet hatte: Anita Betz, Peter Fischer, Wolfgang Goerig, Marianne Hahn, Eugen Jooss, Edeltraud Kafka, Heidi Krieg, Herbert Krieg, Reinhold Lutz, Brigitte Pedal, Hilde Scheurle, Marie-Luise Scheurle, Ludwig Sorg, Anni Surger, Robert Unsöld, Horst Waldraff, Lydia Wamsler, Rita Wamsler. Mit den SG-Ehrennadeln wurden 15 verdiente, langjährig ehrenamtlich Tätige ausgezeichnet. Bronzene Ehrennadel: Bastian Barth, Armin Komenda, Stefan Wiedmann. Silberne Ehrennadel: Axel Beisswenger, Uwe Brenner, Patrick Hieber, Andreas Hornbacher, Diane Knödler, Christian Leinmüller, Daniel Predan, Michael Stehle. Goldene Ehrennadel: Otmar Kehrer, Matthias Knödler, Tanja Rack, Sigrid Waldraff. Zu Ehrenmitgliedern der SG Bettringen wurden Johann Gießler und Helmut Tonhäuser ernannt. Zum Schluss wurde noch das Deutsche Sportabzeichen verliehen. Gold bekamen Helmut Behringer, Hella Grünauer, Bruno Stadelmaier sowie Gerlinde und Erich Kümmel. Das Sportabzeichen in Silber ging an Uli Scherr und Bronze erhielten Karl Barth, Karl-Otto Böhnlein, Doris Schübel und Hans Thaler.
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Investition in die Zukunft
Auch die Sportgemeinde Bettringen liefert einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz: Die neu installierte Fotovoltaikanlage auf der vereinseigenen Sporthalle am Schmiedeberg speiste im vergangenen Herbst schon umweltfreundlichen Strom ins öffentliche Netz ein. So wünscht sich die Vorstandschaft der Sportgemeinde - auch im Hinblick auf ihre zukünftigen Finanzen - eine üppige Sonnenernte auf dem optimal nach Süden ausgerichteten 150 Quadratmeter großen Hallendach. Installiert wurde die Anlage mit einer Gesamtleistung von 21,12 kw/p und einer CO2-Vermeidung von rund 19 Tonnen pro Jahr von Mangold Photovoltaik in Schwäbisch Gmünd. Gmünder Tagespost 12.12.2011
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 von links: Helmut Mendler, STB-Vizepräsident Verbandsentwicklung –Horst Sadlowski, STB-Moderation und Beratungsworkshop Bartholomä 2008 - Karlheinz Rössler, Präsident Turngau Ostwürttemberg – Otmar Kehrer, Autor Festschrift - Erich Kümmel, 1.Vorsitzender - Eberhard Blank, STB-Projektleitung Jubiläumsverein - Annette Hofmann DTB-Vizepräsidentin und Jury-Vorsitzende - Rainer Brechtken, STB- und DTB-Präsident. |
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Jubiläumsbuch 2010 erhält 1. Preis
Für ihr vorbildlich gestaltetes und inhaltlich sehr gelungenes Jubiläumsbuch erhielt die SG Bettringen in Stuttgart im SpOrt aus der Hand von STB- und DTB-Präsident Rainer Brechtken den 1. Preis des Wettbewerbs „Erfolgreiche Festschrift 2010". Von Heidrun Nikolaus-Böhnlein
Im Rahmen eines Workshops, an dem auch Vereine teilnahmen, die 2014 ihr Jubiläum feiern, präsentierten Erich Kümmel, 1. Vorsitzender der SG Bettringen, und Otmar Kehrer, der „Macher" des Jubiläumsbuchs, das Jubiläumsjahr und die Festschrift. Die Präsentation gab den teilnehmenden Vereinen wertvolle Anregungen für deren Jubiläum 2014. Dem Ganzen voraus ging 2008 ein Beratungsworkshops für erfolgreiches Gestalten von Jubiläumsveranstaltungen, das der STB seinen Mitgliedsvereinen anbietet. Unter der Moderation von Horst Sadlowski, einem in der Durchführung von Jubiläumsveranstaltungen sehr erfahrenen STB-Mitarbeiter, bekam das SG-Team damals wertvolle Anregungen und Impulse für die Gestaltung der Jubiläumsveranstaltungen und -buches.
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 Die Sportgemeinde Bettringen ehrte bei ihrem weihnachtlichen Treffen viele verdiente Mitglieder. (Foto: Laible) |
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Viele Glanzpunkte im Jubiläumsjahr
Jahresfeier der SG Bettringen: Rückblick auf das Jubiläumsjahr und viele Ehrungen
Wie jedes Jahr am vierten Advent lud die Sportgemeinde Bettringen ihre Mitglieder zu Musik, Ehrungen, einer Showturn-Einlage und einer Fotoshow in die weihnachtlich geschmückte SG-Halle am Schmiedeberg ein. Für das leibliche Wohl sorgte engagiert die Volleyballabteilung.
Nach einer stimmungsvollen musikalischen Einleitung durch das Jugendorchester des Musikvereins Bettringen unter der Leitung von Stefan Klotzbücher zog der Vorsitzende Erich Kümmel in seinem Jahresrückblick ein Resümee des abgelaufenen Jubiläumsjahres: Das 125-jährige Jubiläum forderte einen hohen Arbeitseinsatz aller acht Abteilungen. Gemäß dem Jubiläumsmotto „Aus Tradition familiär" zeigte sich die Sportgemeinde als große Vereinsfamilie, die der großen Herausforderung hervorragend gewachsen war. Der Festakt am 7. März mit seinem interessanten und abwechslungsreichen Programm sowie die Fotoausstellung über 125 Jahre Vereinsgeschichte fanden ein begeistertes Publikum. Auch der von der SG gestaltete ökumenische Gottesdienst in der Auferstehung Christi Kirche war sehr gelungen. Der Höhepunkt war zweifellos das dreitägige Festwochenende Mitte Juli. Das Gaukinderturnfest am Sonntag dann bei strahlendem Sonnenschein mit tausend Kindern und ihren Eltern sowie Betreuern wird vielen lange in guter Erinnerung bleiben. An diesem Tag war jedes vierte SG-Mitglied im Einsatz: über 500 Ehrenamtliche sorgten für einen reibungslosen Ablauf bei den vielen Wettkämpfe und den Spiel- und Verpflegungsstationen. Bei dem im stilvollen Rahmen abgehaltenen Ehrungsabend im September in der SG-Halle würdigten Landrat Klaus Pavel und OB Richard Arnold die großen Verdienste der Sportgemeinde. Die von Otmar Kehrer gestaltete Chronik beschreibt die 125-jährige Vereinsgeschichte aus der Sicht zeitgenössischer Schreibgeräte. Dazwischen stehen viele Fotos und Berichte aus den acht Abteilungen. Erich Kümmel nutzte die Feier, um allen Vereinsmitgliedern Dank zu sagen, die im Jubiläumsjahr rund um die Veranstaltungen aktiv waren. Silberne WLSB-Ehrennadel Hermann Wahl, seit über 40 Jahren Abteilungsleiter der Schachabteilung, erhielt aus der Hand vom Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita die Silberne WLSB-Ehrennadel für besondere Verdienste im Schachsport. Sechs Mitglieder der Showturngruppe suebia gymnastics - dem Aushängeschild der Sportgemeinde - zeigten dem begeisterten Publikum eine Kostprobe ihres turnerischen und akrobatischen Könnens. Das Jubiläumsjahr als Videoshow Paul Stadelmaier ließ in einer aufwändig gemachten Videoshow das Jubiläumsjahr mit all seinen Höhepunkten noch einmal Revue passieren. Ehrungen Für ihre langjährige Treue erhielten folgende Mitglieder den Ehrenbrief des Vereins, den Josef Stampfer kalligraphisch wieder sehr gekonnt gestaltet hatte: Christa Abele, Hermann Kiesle, Walter Komenda, Elisabeth Münch, Hermann Ocker, Werner Schneider, Roland Seitzer, Konrad Sorg, Paul Stadelmaier, Erich Wörner, Klaus Bundschuh, Brunhilde Giessler, Wolfgang Hahn, Gundolf Müßig, Edeltraud Reize, Marianne Wacker. 20 verdiente, langjährig ehrenamtlich Tätige wurden mit SG-Ehrennadeln ausgezeichnet. Bronzene Ehrennadel: Marianne Wacker, Karl-Heinz Härter, Mike Böttigheimer, Anke Sittner, Alexander Sesar, Steffen Hägele, Frank Harder, Michael Komenda, Frank Seibold. Silberne Ehrennadel: Anton Hamalidis, Herbert Roelfsema, Susanne Wiedmann, Karin Wohlfarth, Willy Baur, Manfred Heilig, Wendelin Knolmayer, Sepp Uhl, Markus Rieg. Goldene Ehrennadel: Johannes Baur, Alfred Nusser. Ehrenmitglieder Zu Ehrenmitgliedern der SG Bettringen wurden Heinz Hirsch, Siegfried Kohnle, Hans Reichl und Emilie Schreitmüller ernannt. Zum Schluss überreichte Erich Kümmel noch an zehn Sportler des Vereins das Deutsche Sportabzeichen. Gold erhielten Helmut Behringer, Hella Grünauer, Gerlinde und Erich Kümmel, Bruno Stadelmaier, Anton Schreitmüller. Das Sportabzeichen in Silber ging an Egon Müller, Uli Scherr, Janina und Svenja Schrauf. Gmünder Tagespost 22.12.2010
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 Zahlreiche Besucher kamen zum Festakt in die Uhlandhalle  Die „Suebia Gymnastics“ zeigten beim Festakt zum 125-jährigen Bestehen der SG Bettringen vor großem Publikum die große Leistung des Vereins. (Foto: HP) |
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Sportvereine sind Helfer
Viel Lob für die Arbeit der SG Bettringen beim Jubiläums-Festakt
Eine gelungene Feier mit vielen Besuchern war der Festakt in der Bettringer Uhlandhalle zum 125-jährigen Bestehen der Sportgemeinde Bettringen 1885. Dabei unterstrichen die Redner die gesellschaftlichen Aufgaben der Sportvereine, die die SG Bettringen vorbildlich löse. Von Harald Pröhl
Erich Kümmel, Vorsitzender der SG Bettringen, begrüßte nach einer multimedialen Diashow, die einiges über die Tätigkeitsfelder des Vereins verriet, zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Sport. Bürgermeister Julius Mihm überbrachte die Glückwünsche der Stadt Schwäbisch Gmünd: „Es läuft viel in der Sportgemeinde", meinte er, „viele der Angebote sind sehr familienfreundlich strukturiert - und notwendig." Der Verein gebe dem Ort ein Gesicht, die ehrenamtlichen Tätigkeiten sorgten für die Zukunft vor. „Das gemeinsame Tun macht stark", lobte Mihm. Daher sei die SG ein Verein für alle Lebenslagen, leiste auch eine hervorragende Jugendarbeit und sei darüber hinaus noch innovativ. Zum Jubiläum brachte er von der Stadt ein „Schmankerl" als Geschenk: Ab dem 1. April dürften die Hallen bis 22.30 Uhr geöffnet bleiben. „Die Vereine helfen der Gesellschaft", stellte Eberhard Gienger fest. Die Feststellung kam aus berufenem Munde. Immerhin war Gienger 36-facher deutscher Meister am Reck, 1974 Weltmeister am Reck und dreimaliger Weltcupsieger 1977 bis 1979 sowie Bronzemedaillengewinner 1976 in Montreal. Der Sportler des Jahres von 1974 und 1978, heute CDU-Bundestagsabgeordneter, betonte die Wichtigkeit des Wohlfühlklimas in den Vereinen und deren Leistungen für die Volksgesundheit. „20 Prozent der Kinder sind übergewichtig, 7 Prozent sind sogar fettsüchtig." Diese Tendenz sei steigend, da müsse entgegengewirkt werden. Je früher, desto besser. Sonst sei zu befürchten, dass die Kosten im Gesundheitswesen ganz aus dem Ruder liefen. „Nehmen Sie sich die Zeit, treiben Sie Sport", appellierte Gienger. Für kurzweilige Unterbrechung der festlichen Reden sorgten die „Suebia Gymnastics" mit ihrer großartigen Show, die überall im Ländle für Begeisterung sorgt, so auch in der Uhlandhalle. Die jungen Bettringer Sportlerinnen und Sportler boten eine akrobatische Show, zeigten, was im Verein so alles gelehrt und geübt wird. Athletisch anspruchsvoll und artistisch ausgefeilt zugleich waren die Übungen, die in Kombination mit gelungener Choreographie das Publikum zu Beifallstürmen hinriss. Aufschlussreich war die Talkrunde mit den Ehrengästen, die Ralph Wild moderierte. Karin Schüttler vom Sportamt, Landrat Klaus Pavel, Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle, der Sportkreisvorsitzende Manfred Pawlita sowie Dirk Umbach-Spelz für die Württembergische Sportjugend und Frank Markus vom Schwäbischen Turnerbund (STB) stellten sich den Fragen Wilds und gaben Auskunft, was ihrer Meinung nach getan wurde und getan werden müsse. Pavel schloss sich Vorredner Gienger an. „Die Vereine müssen ins Angebot einbezogen werden." Markus Frank meinte: „Die Vereine helfen beim Integrieren." Und für Manfred Pawlita war klar, „Sport ist Lebensqualität, die Vereine helfen da mit." Viele Aufgaben seien aus dem Schulbereich ins Vereinsleben übertragen worden. „Spaß und Spiel sind aber wichtig", so Pawlita. Anschließend wurden verdiente Mitglieder mit dem „Walter-Kolb-Schild vom DTB" geehrt. Erich Kümmel stellte das Festbuch vor. Noch vor dem abschließenden Sektempfang boten dann Eberhard Gienger und Bernd Effing eine Show am Reck.
Gmünder Tagespost 07.03.2010
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 Eberhard Gienger bei seinem Festvortrag: "Zukunft der Sportvereine".  Eberhard Gienger, Bernd Effing und Erich Kümmel zeigten den "Dreifachen Bettringer" (Foto: K. Rennhack) |
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Reckweltmeister Eberhard Gienger in seiner Festrede über die Zukunft der Sportvereine
Dass wir von unseren Vorfahren aus der Steinzeit durchaus etwas lernen können, war vor der Festrede Eberhard Giengers anlässlich des 125-jährigen Bestehens der SG Bettringen wahrscheinlich nur wenigen klar. Überhaupt spannte der ehemalige Kunstturner und jetzige Politiker einen großen Bogen. Von Matthias Bolsinger
Die Sportvereine sind in der Gegenwart nicht zu beneiden, so viel ist klar. Die Gesellschaft wird immer älter, die Konkurrenz der kommerziellen Sportdienstleister immer größer und mächtiger. Kommende Generationen sind immer weniger von ehrenamtlichem Engagement zu überzeugen. Die Sportvereine sind trotz alledem kein Auslaufmodell, müssen sich aber in Zukunft einigen großen Herausforderungen stellen, um zu bestehen. „In Zeiten von Globalisierung und ständiger Modernisierung sind die Sportvereine der Kitt der Gesellschaft", unterstrich Gienger die Rolle der Vereine. Aber diese Gesellschaft wird immer dicker. 20 Prozent der Kinder sind übergewichtig, immer mehr sogar adipös - „während die Menschen in der Steinzeit täglich zwischen 30 und 50 Kilometer am Tag zurücklegten, sind es bei manchem heute gerade noch 1000 Meter", erläuterte der 58-Jährige. Erst in der Grundschule mit sportlicher Förderung des Nachwuchses zu beginnen, hält Gienger für zu spät. „Man muss diesem Trend entgegenwirken. Kinder sollten schon im Kindergarten zur Bewegung angeregt werden", fordert er. Aus Gienger spricht dabei nicht nur der passionierte Sportler, sondern mindestens ebenso der Bundespolitiker - seit 2002 sitzt der Reckweltmeister von 1974 für die Christdemokraten im Bundestag. Mit sportlichen Kindern können die Gesundheitskosten im Rahmen gehalten werden. Dabei kommt den Sportvereinen eine immer wichtigere Rolle zu. Und ganz nebenbei fördert der Sport neben den sozialen Kompetenzen auch die schulischen Leistungen des Nachwuchses. Kinder werden dicker, die Gesellschaft älter. Frauen können heutzutage an die 100 Jahre alt werden. „Das Problem ist: Sie wollen fit altern." Die Angebotsstruktur der Vereine muss sich dem Wandel anpassen, andernfalls bleiben sie auf der Strecke. 50 Milliarden Euro, so schätzt man, erspart das Ehrenamt dem Staat. 36 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland sind ehrenamtlich tätig. „Im Ausland beneidet man uns um diese Einrichtung", weiß Gienger. „Ehrenamt macht Spaß", äußerte Manfred Pawlita, Vorsitzender des Sportkreises Ostalb, in der darauf folgenden Talkrunde. Doch das Ehrenamt hat ein Imageproblem, die jungen Menschen lassen sich immer seltener für das wichtige unentgeltliche Engagement begeistern. Auch hier sehen sich die Sportvereine, die ohne Ehrenamt wohl schwerlich bestehen könnte. Ansätze für eine Besserung sieht Eberhard Gienger vorhanden. So etwa das Sportmentorenprogramm, in dem Jugendliche für andere zum Beispiel Wettkämpfe organisieren. Zu guter Letzt kann aber auch jeder ganz einfach die Vereine unterstützen. Für eine Entscheidung für diesen oder jenen Sportwettenanbieter legte Eberhard Gienger den Zuhörern ein gewichtiges Argument dar: Geld in einem Umfang von bis zu 500 Millionen Euro für die Vereine kommt aus der staatlichen Lotterie. Die privaten Wettanbieter schmücken sich zwar mit ihrem Sponsoring, „doch das sieht man meist nur auf den Trikots von Profivereinen". „Sie sagen, sie hätten keine Zeit für Sport? Nehmen Sie sich Zeit für Sport", appellierte Gienger an die Zuhörerschaft. Er selbst präsentierte bei seiner Reckshow am Ende der Matinee Spektakuläres, gestand aber, dass es eben doch eine Übung gebe, die noch schwieriger als alles andere sei: „Das Umziehen von Zivil- in Sportkleidung." Rems-Zeitung vom 08.03.2010
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